|
Die Installation war im Keller des Haller
Kunstvereins zu hören. Dieser Bereich war eigentlich eine Einfahrt, die einst
ebenerdig von der Stuttgarter Straße her zu befahren war. Das alte Tor gab es
noch. Dementsprechend waren auch die Straßengeräusche deutlich zu hören. Die Klanginstallation entstand durch die
Mischung der eingespielten und der eindringenden Geräusche. Ich verwendete zu dieser Zeit gern maschinenartige Geräusche, die durch die Klangformung mittels der Resonanzrohre eine ganz eigenartige Akustik aufwiesen. Kontrastierend dazu spielte ich perkussive Klänge ein, diese kurzen Artikulationen erzeugten die deutlichsten Resonanzergebnisse in den Rohren. Zudem verwendete ich gesprochene Worte von 3 afrikanischen Sprachen: Wolof, Lingala und Swahili. Die Arbeit entstand in einer Zeit, als
diese Sprachen in unseren Straßen immer häufiger zu hören waren. Abgesehen davon, ob man diese Entwicklung als Bedrohung oder Bereicherung sieht, ist es ganz einfach interessant, diese Sprache zu hören, die hinweisen auf den Kontinent, auf dem alles begann.
|