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Kurt App

 

2004

   

 

 

 

Der Schrein, Mehrzweckhalle Berlin,
kuratiert von Claudia Busching und Gisela Kleinlein

     

 

Kurt App

 

Schrein

 

 

 

Das Wort Schrein hat eine eigentümliche Mehrdeutigkeit:

Während in unseren Längen etwas eher Kleines, Abgeschlossenes, Behälterhaftes (Schreinaltar), also etwas intim- religiöses (aber auch mit durchaus profanen Ausdeutungen) beschrieben wird, weitet sich der Begriff in Fernost zum Shinto- Schrein. Und das bezeichnet eigentlich nicht nur das tempelartige Gebäude, sondern das ganze Areal das zum Schrein gehört.
Obwohl meine Arbeit durchaus in der Tradition von Kleinskulptur und Modell steht, begreife ich sie eher als Materialskizze, bei der die Dimension nicht beschrieben ist.

   

Auch schwanken gewisse Formaspekte zwischen der westlichen und der fernöstlichen Lesart des Begriffs.

Ganz eindeutig "intim" sind die abspielbaren Klänge;  die in der Lautstärke reduziert und nur durch die entstehenden Resonanzen in den Röhrchen wahrzunehmen sind, und nicht zuletzt deshalb, weil die immer wieder wahrnehmbaren Kinderstimmen die akustischen Äußerungen meiner jungen belorussischen Verwandten sind, die ich sozusagen in diese kleine Gerätschaft eingeschlossen habe.

 

29.2.04

 

06.03 - 27.03 2004
Nach Alexander Kluge:
Kiste, Koffer, Käfig, Kästchen für Wertsachen, Heiligenschrein, Sarg.
Nach Brockhaus: (ahd. Scrin >zylinderförmiger Behälter für Buchrollen<), Kunst:
Behälter (z.b. Reliquien-Schrein), Schrank, auch der feststehende mittlere Teil eines Flügelaltarschrankes.-

Kuratiert von Claudia Busching und Gisela Kleinlein

Link auf die Seite der Mehrzweckhalle/Schrein

   

 

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