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Kurt App

 

2007

 

   

Duplex o/w

 

Neckarsulm

 

im Rahmen von

KUNSTBEWEGT Neckarsulm 2007: Kunst im Stadtraum

Künstlerbund Baden-Württemberg

 
     
 

Die Projektreihe „KUNSTBEWEGT“ gibt es in Neckarsulm seit sechs Jahren. Zeitgenössische Kunst und das Leben in der Stadt zusammen zu führen, der Öffentlichkeit eine unmittelbare Begegnung mit Kunst und Kunstschaffenden zu eröffnen, das ist seit 2002 in Neckarsulm Programm. Alljährlich haben Bildhauerinnen und Bildhauer vor Ort in offenen Ateliers gearbeitet, standen Rede und Antwort, haben sich beim Herstellen der Werke über die Schulter schauen lassen. 2007 erhält „KUNSTBEWEGT“ einen neuen Akzent: Von Juli bis September ist der Künstlerbund Baden-Württemberg mit einer umfassenderen Werkschau in Neckarsulm zu Gast. Und: Die Kunst zieht in den Stadtraum.

Sich mit der Stadt Neckarsulm auseinander zu setzen, für sich und sein Werk einen Platz im öffentlichen Raum (das heißt in Straßen, auf Plätzen, in öffentlichen Gebäuden) zu finden, war eine besondere Herausforderung für die zur Beteiligung eingeladenen Künstlerinnen und Künstler. Auf der Suche nach Standorten wurden -  oft im Alltag übersehene  - Details der Stadt und ihrer Geschichte entdeckt, realisierbare und fiktive Projekte entwickelt.

Die Sammlung und Darstellung aller künstlerischen Ideen war der Stadt Neckarsulm und dem Künstlerbund Baden-Württemberg ein besonderes Anliegen. Deswegen werden auch alle Ideen und Beiträge während der Projektlaufzeit von „KUNSTBEWEGT Neckarsulm 2007“ im Gebäude der Alten Post am Bahnhof dokumentiert: Ein im Gedankenspiel potenziell unerschöpflicher Schatz, der Kunst- und Gedankenräume in der Auseinandersetzung mit dem Standort Neckarsulm eröffnet, mit seiner Geschichte, mit seinem industriellen Schwerpunkt der Automobil- und Automobil-Zuliefererindustrie, mit seiner jüngsten Orientierung auf die Kommunikations- und Solar-Technologie.

Von 129 eingereichten und im Gebäude der Alten Post am Bahnhof dokumentierten Beiträgen sind 44 zur Ausführung gekommen. Sie zeigen in einem Parcours durch die Stadt verschiedene Facetten von Neckarsulm und zugleich der zeitgenössischen Kunst als Skulptur, Malerei und Grafik im öffentlichen Raum, als Aktion oder Intervention, als standortgebundene, aber auch standortneutrale, optimal platzierte künstlerische Äußerung.

Künstlerbund Baden-Württemberg/kunst-bewegt-2007

Klangapparat am Fallrohr der Regenrinne angebracht

Duplex o/w

 

An der Außenfassade des Zweiradmuseums, zu Urbanstrasse hin, wurden zwei Klangschleifen installiert. Ein Kanal gab eine Klanganordnung wieder, die aus Geräuschen gebildet wurde, die aus Neckarsulm stammten. Der andere Kanal gab eine Anordnung von Klangmaterial wieder, das in Osteuropa registriert wurde. Die Klänge wurden hörbar durch Apparate aus Plastikrohren, die an den Fallrohren der Regenrinnen befestigt wurden. Am oberen Ende der Rohre wurden die Lautsprecher befestigt; - dadurch wird eine diskrete Klangabstrahlung erreicht. Die Töne werden an einen Ort gebunden. Die Eingabe des Klangmaterials geschah über CD-Spieler, Verstärker mit Zeitschaltuhr und Kabel vom Gebäude aus durch die Fenster.

Es gab keine Konfrontation der zwei Klangwelten, aber einen gleichzeitigen Ablauf, Die beiden Klangwelten durchdrangen sich. So lief ein eher ruhiger Dialog ab, es entstand eine verknüpfte Klangszene.

Das Verfahren der Klangkomposition ist musikalischen Vorgehensweisen verwandt.

Das aufgenommene Material wurde in Abschnitte gegliedert. Gewichtungen wurden ausbalanciert, Dichte und Fülle wurden mit ruhigen Passagen kontrastiert (Schnitt). Rhythmische Gegenüberstellungen wurden durch Einarbeiten weiteren Materials erzeugt (Mischung).

   

 

Klangbeispiel

 
 
 
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