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Kurt App

2001

         
 

Meeting with Amanojaku
(Event Park)


Fujino, Kanagawa Präfektur,
Japan

 

       
 

4 PVC- Rohre, 4m lang, 4 cmØ, 2 CD- Player, Verstärker,4 Lautsprecher, Stahlnägel, Draht, Kabel, Plastik Box 80x40x60 cm

     
 

Die Arbeiten liefen von Ende August bis Ende November. Das Projekt wurde realisiert auf Einladung des FWF(Field Work Fujino), einer Vereinigung von etwa 50 Künstlern, Kunstliebhabern und Galeristen aus Fujino und Tokyo.

     
         
 

 

 

       
 

 

 
 

Event Park

Das Gelände befindet sich auf einem Hügel mit dem Blick über Stadt und Umgebung. Es wird für Maßnahmen, wie Freizeit, Sport und Flohmärkte verwendet. Ich wählte eine schräge Fläche am Rand eines überwachsenen kleinen Gartens mit einem kleinen Wärterhaus. Das Gelände war an dieser Stelle für das Gebäude und den Garten geebnet. Der Platz wurde akustisch durch die gesenkte Autobahn beeinflusst, die von Tokyo nach Kofu/Nagoya führt; die Hauptachse nach dem Westlichen Japan - außerdem führt die (alte) Eisenbahnstrecke vorbei, die alte Landstraße nach Tokyo/ Hachiochi querend.

 
     
 

Beschreibung

Durch die Verbindung von Lautsprechern mit Rohren wird ein akustisches System geschaffen, das zwei Dinge ermöglicht:- Das eingespielte Klangmaterial erzeugt Resonanz zwischen dem Lautsprecher und dem Luftraum der Rohre- der abgestrahlte Ton wird auf die Austrittsöffnung der Rohre fokussiert (wie bei einem Musikinstrument). Die Arbeit wurde in einem abgeschrägten Hang realisiert, der vom offenen Gelände in den Garten führt, auf dem 4 Rohre mit einem Zwischenraum von 5 Metern parallel zum Hang mit Stahlnägeln und Draht befestigt wurden.Die Klanganlage wurde plastisch sehr einfach gebildet; die Umgebung war sehr strukturiert. So konnten die Rohre als zeichenhafte Intervention wirken. Die ähnliche Ausführung der Rohrinstallationen an beiden Plätzen diente auch als eine Klammer, zwei so verschiedene Plätze zusammenzufassen. Außerdem zielte ich auf eine Symmetrie zwischen der Skulpturform und den Klängen, alles wurde so einfach wie möglich gehalten. Durch den Gebrauch von mehreren Rohren entsteht ein Mehrkanalsystem aus einzelnen unabhängig von einander ablaufenden Kanälen. Die Klangschleifen der einzelnen Kanäle haben verschiedene Dauer zwischen 40 - 70 Minuten, dadurch entsteht eine sich ständig ändernde Konfiguration der Zusammenklänge. Die generierten Klänge wurden in einer 3 - wöchigen Arbeitsphase mit dem Computer erzeugt. Ich wählte Klänge, die langsam anschwollen und wieder verschwanden wie die Klangdynamik der Autobahngeräusche. Außerdem spielte ich kurze Zitate in 6 asiatischen Sprachen ein. nicht dennoch in der japanischen Sprache. Ich spiele in nur ungern etwas ein, was an einem Ort bereits zu hören ist. - ich interessiere mich mehr für die Klanggestalt der Sprachen, nicht so sehr für den transportierten Inhalt - an einem exponierten Platz, der so stark durch die Ortsveränderung der Menschen gekennzeichnet ist und das Reisen der Fremden auch immer eine Rolle spielt. Ein immer wiederkehrendes rhythmisches Motiv gab der Arbeit den Titel, es kam aus einer Bunraku - Vorstellung, die ich während meines Aufenthalts anschauen konnte. Eine von beiden Hauptfiguren war „Amanojaku“, ein ein Naturgeist, der seine Gestalt immer wieder änderte. (vom Typ Mefistofeles-Proteus-Loki)

   
     
 

Näheres hierzu bei
Amanojaku,  From Wikipedia, the free encyclopedia (engl.)und im dortigen Link:
Fujino Bunraku 2001 (enthält Informtionen zur Mythologie und Abbildungen)

 

   
 

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