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Klangkompositionen - Hörstücke


Im Lauf der Jahre entstanden verschiedene Hörstücke.
Angeregt wurde diese Arbeit durch das Hören vieler Hörspiele in den achtziger Jahren. Allerdings waren nur wenige Hörspiele dabei, bei denen Klänge eine größere Rolle spielte, die meisten waren literarische Stücke, in denen Stimmen eine Geschichte erzählten. So begann ich eigene Stücke zu realisieren, bei denen mein Hauptthema, der Bereich zwischen Musik und Geräuschwelt, eine zentrale Rolle einnimmt. Diese Hörstücke bringe ich gern mit dem Begriff Klanglandschaften zusammen. Ein weiterer Zusammenhang besteht mit dem Begriff Reisen zum einen im Sinne von Bewegung und Fortschreiten, zum anderen, ganz prosaisch, weil ich die eigenen Klangarbeiten beim Reisen gerne höre. 
Diese Hörstücke sind Assemblagen von Klängen. Diese Klänge haben verschiedene Ursprünge, teils sind es digital erzeugte Geräusche, teils sind es aufgenommene Geräusche und wiederum digitale Bearbeitungen davon.

Die Entstehung der Stücke ist sehr verwandt der Vorgehensweise in der Improvisation. Am Anfang ist der leere Klangraum und alles beginnt mit dem ersten Ton. Die Hörstücke werden mit einem Sequenzer verwirklicht. Eine erste Anordnung von Klängen kann ständig weiter verändert und neues Material kann hinzugefügt werden, oder es können Partien gestrichen werden. Somit werden exakte Formulierungen gefunden, die Vorgehensweise ähnelt der klassischen Komposition. Im Wesentlichen sind diese Klänge flüchtig, liegen nur akustisch vor, und Klangkomponisten können sich ihrer nur durch ständiges Anhören habhaft werden. 

 

 

 

An der Panke 2017   38:43

Mit zwei Abschnitten eines Elektroinstallationsrohrs aus Kunststoff und einem Bassklarinetten - Mundstücks war es mir möglich, einen Ton in der Kontraoktave zu spielen. Das zusammengesteckte Rohr war ungefähr 1,5 m lang. Außerdem konnte ich Töne aus der Obertonreihe hervorbringen. Die Klänge verglich ich mit Klängen der Bassklarinette und denen eines Softwareklaviers.
Dies leitete über zu einer Aufname, die ich im Außenraum in Berlin an der Panke im März 17 gemacht habe. Zudem hatte ich die Möglichkeit, in dem Haus an der Panke mit der Bassklarinette zu üben.
Die Panke ist ein Wasserlauf im Osten Berlins.
Link zu einem umfassenden Artikel auf Wikipedia
Der beginnende Frühling lieferte eine Landschaft mit vielen Vogelstimmen, im Verlauf der Jahre habe ich gelernt, einige zu unterscheiden.

Die Bemerkung bei 19:45 bezieht sich auf Torsten Körners Aus dem Fenster, warum wird man gleich merken, wenn man das Hörspiel anhört
Verweis

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Werkhallen 2017   14:37, 3:33, 4:14

3 Klangdateien zum Thema Werkhallen
In einem älteren Stück entdeckte ich an einen kurzen Ausschnitt, der mich an eine fast leere, lichtdurchflutete Werkhalle erinnerte. Nur ein paar kleine Maschinen verrichten ihre Arbeit, ab und zu schaltet sich eine größere Maschine ein.
Das zweite Stück erinnerte mich an die Szenerie einer genossenschaftlichen Weinkellerei, ich verkneife mir, hier kundzutun, an welche.
Die dritte Klangdatei ist eine Originalaufnahme aus den Stuttgarter Messehallen. Nur unzreichend ist durch die Aufnahme der Lärm zu erfassen, dem die dort Arbeitenden ausgesetzt sind, oder sich selbst aussetzen, ich denke dabei neben dem Maschinenlärm an das Selbstbeschallen durch laute Musik, - unerträglich.

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     Datei1

     Datei 2

     Datei 3

 

 

 

Bohrhämmer 2017  5:45

Der Anlass zu diesem Stück waren wochenlange Bauarbeiten im Nachbarhaus

An den ausgebauten Gegenständen, die zeitweise vor dem Haus gelagert wurde, konnte man Art und Umfang der Arbeiten im Nachbarhaus erkennen: Heizkörper, Badewannen, jede Menge Rohre, Bauschutt. Die Umbauarbeiten zogen sich wochenlang hin, was sich vor allem durch laute Klopfgeräusche und den Einsatz von elektrischen Bohrhämmern bemerkbar machte. Die Auswirkungen waren umso heftiger, weil die 4 Gebäude aus den 50er Jahren zu einem Block zusammengebaut sind. Diese Geräusche nahm ich auf und verwendete einige Teile zu der vorliegenden Klangcollage. Interessanterweise wurde das Haus während der Arbeiten weiter bewohnt. Selbst noch zum Zeitpunkt des Hochladens ist der Lärm noch zu hören

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Automix, ca. 2002/2016  1:16:36

Sie wundern sich vielleicht, warum ich ein so altes Stück unter "Aktuell" verkaufe?
Na, ja, erstens wurde es nie veröffentlicht, zweitens fiel es mir vor ein paar Wochen wieder in die Hände, und ich habe noch einige kleine Veränderungen gemacht, hauptsächlich technischer Natur.

Automix ist aus 3 ursprünglich unabhängigen Stücken entstanden. Zu der Zeit hatte ich die Möglichkeit, eigene Stücke auf einem CD- Player im Auto anzuhören. Deshalb brannte ich jede Menge eigene Stücke auf CD, um sie beim Fahren anhören zu können. Eine CD hörten wir besonders gern, das war diese hier. Die Reihenfolge der Stücke war ursprünglich beliebig, sie unterlag keiner tieferen Überlegung. Die Stücke entstanden in der Arbeitsweise der "sukzessiven Improvisation", damals arbeitete ich noch nicht mit einem Audiosequenzer. Zu der Zeit hatte ich aber schon einen digitalen Dat-Rekorder; ich ließ auf dem Computer mehrere Klangschleifen ablaufen und nahm das Ergebnis gleich über Lichtleiter auf. Ich übertrug diese Aufnahme wieder auf den Computer und ließ die Aufnahme und weitere Klänge wieder ablaufen, was ich gleichzeitig aufnahm, dies ließ sich mehrfach wiederholen. Heute bin ich erstaunt, wie transparent das Stück ist. Ein partielles Löschen einzelner Geräusche oder loops war nicht möglich, ebensowenig eine partielle Veänderung. Durch eine Unachtsamkeit gerieten im Mittelteil alle Geräusche auf den linken Kanal, sie waren dort also in Mono vorhanden, diesen Monokanal konnte ich auf die Mitte legen und jetzt habe ich ein paar Veränderungen vorgenommen, die an das erinnern, was man in den Sechzigern des letzten Jahrhunderts manchmal auf LPs lesen konnte: "electronically enhanced for stereo".

Automix ist eine Geschichte vom Reisen, vom Bewegen, vom Bewegen in anderen Kulturen, von der Faszination am Klang anderer Sprachen, die ja nur das ausdrücken, was man selbst in seiner gewohnten Sprache ausdrückt. Überhaupt ist das Leben der Menschen anderer Kulturen nach meinen Erfahrungen sehr verwandt mit dem eigenen Leben im Alltag,- na, ja, das Essen ist manchmal anders und andere Kleinigkeiten, aber die verschiedenen Ausdrücke des Lebens sind eigentlich nur Variationen, Spielarten.

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Fallrohr, Juli 16  13:42
manipuliertes Soundscape
Komposition aus Loops, die aus einer einzigen Aufnahme von 9:09 Dauer stammen

Die Aufnahme enthält alle Geräusche und Klänge, die entstehen, wenn Arbeiter ein Flachdach umarbeiten und ihren Schutt durch ein zusammengesetztes Fallrohr nach unten schaffen, manchmal kann das nur als Krach bezeichnet werden. Das ganze geschieht im Klangfeld einer städtischen Siedlung mit all ihren Geräuschen, ihren Klängen und ihrem Krach.
Das mehrmalige, intensive Anhören der Originalaufnahme liefert mir keine direkten oder thematischen Ansätze für die Bearbeitung, ich muss aufs Geratewohl Loops setzen und ausprobieren. Dazu markiere ich in einem Klangbearbeitungsprogramm eine erfolgversprechende Stelle. Über die entsprechede Schaltfläche kann ich den Loop dann starten. Während die Klangschleife ständig wiederholt wird, kann ich noch Anfang und Ende verändern und auch präzisieren, somit bestimme ich die genaue Länge der Klangschleife. Nun wird das markierte Klangstück kopiert und mehrfach eingefügt.
Da sind wieder Entscheidungen erforderlich: Wie lange soll der Loop andauern, wo im Zeitverlauf soll der Loop gesetzt werden, soll er abrupt beginnen und abrechen oder allmählich anschwellen und wieder verschwinden, soll er mehr rechts oder links im Stereopanorama liegen oder in der Mitte? Soll der Klang in der orginalen Tonhöhe oder tiefer oder höher erklingen? Soll der Klang gefiltert oder mit einem Effekt versehen werden? Alle Fragen lassen sich natürlich leichter beantworten, wenn am vorgesehenen Zeitpunkt schon etwas Akustisches vorhanden ist. Aber da taucht das Problem auf: ist das Nichts, also die Pause, das Tacet auch schon etwas Akustisches?
Es ergeben sich Entsprechungen zur weißen Leinwand und zum leeren Blatt und dann weiter die Fragen nach Eigenwertigkeiten derselben. Am besten Tür wieder zu und weiterarbeiten.
Wenn der Zeitraum also mit Loops strukturiert wurde, werden als Akzente noch Einzelklänge einfügt, manchmal auch, etwas gewichtiger, kurze Soli, das Entstande muss immer wieder angehört werden. Zuletzt wird die bearbeitete Sprachaufnahme eingesetzt, das kann ich nicht vorher machen, denn da weiß ich noch nicht, was ich ausgearbeitet haben werde. Aber auch hier wieder die Entscheidungen, wo soll die Sprache eingesetzt werden, in einem Stück oder in Blöcken? Endlich entschließe ich mich, den Text als Einführung voranzustellen, damit das Gefüge der Klänge nicht gestört wird.

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Virtuoses Rohrspiel, Mai-Juni 16  12:42
ein Rohr mit Doppelrohrblatt aus Plastikbechern für Milcherzeugnisse
In den späten 80ern hörte ich zum ersten Mal davon, dass schottische Dudelsackspieler ihre Mundstücke nicht mehr aus Arundo donax (dem Rohrholz) sondern aus Joghurtbechern herstellten. Das bewegte mich dann bei einem mehrwöchigen Aufenthalt in Lübeck in einem Gebäude direkt an der Trave dazu, selbst Doppelrohrblätter aus diesem Material zu bauen und sie mit langen Kunststoffrohren zu kombinieren. Die Mundstücke fielen recht monströs aus, ich hatte das Material um ein Rohr von 15 mm Durchmesser geklebt, und ich war mit den Spielergebnissen nie wirklich zufrieden. Die Klänge waren schwer zu beherrschen und das gezielte Überblasen sehr schwierig. Dabei hatte ich schon in den 70er Jahren ein Dopppelrohrblatt aus Plastik gekauft, das kostete damals immerhin 30 Mark. Dazu baute ich dann das entsprechende Instrument - ein Bass- Krummhorn, richtiger gesagt eine Bass- Cornamuse. Diese hat eine gerade Bohrung und ist leichter zu bauen, im Klang ähnelt sie sehr dem Krummhorn. So kam ich jetzt in diesem Jahr über die klangliche Beschäftigung mit dem Kontrafagott auf die Idee, die Rohre schmaler zu bauen. Das Ergebnis ist noch nicht ideal, aber die Töne sind jetzt besser beherrschbar. Ich werde aber noch einige Rohre bauen müssen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Es lag mir nicht daran, etwas hervorzubringen, wozu ich als Instrumentalist nicht imstande war. Ich wollte aus dem vorhandenen Material ein interessantes Stück schaffen.

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Das Innen und Außen der Klänge, Mai 16  22:22
Küche, Küchenfenster, Industrieinnenhof, Sonntagmorgen, Frühsommer. Besonders gut zu bemerken sind die Veränderungen der Klänge durch den Hall eines Industrieinnenhofes. Dies ist ein typischer, offener Hall des Außenbereichs und unterscheidet sich deutlich von Hallerscheinungen in Räumen. Daneben sind Geräusche aus einer Küche zu hören - also Klänge von innen. Die recht ruhige akustische Szenerie eines Sonntagmorgens mit vielfachen Vogelstimmen wird gestört durch die Klänge eines übenden Musikers, der versucht, den richtigen Ton zu treffen. Die Geräusche scheinen aus einem Kellerfenster zu dringen; es muss ein großer Keller oder ein langer Kellergang sein, wie die Hallentwicklung nahelegt.

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Gleisvorfeld, Februar 16  18:37
RegionalExpress 4928 7:02 nach Würzburg. Der Zug fällt heute aus. Nächste Verbindung: 7:45 bis Neckarsulm, das bedeutet jetzt um 6:45 mindestens 50 Minuten Wartezeit, denn die RB 19106 aus Ulm zur Weiterfahrt nach Neckarsulm steht nicht vor 7:35 bereit. Was also tun? Ärgern, natürlich, bringt aber nichts.
Dann der Blick auf die Baustelle? Wenig erfreulich, außerdem wird seit Wochen nicht gearbeitet. Also loslaufen, auf den Bahnsteig, dann vorgehen, bis die Bahnsteigkanten aufeinander zulaufen und sich treffen. Hier vorn ist niemand mehr, keine verirrten Fahrgäste, nur noch Krähen und Tauben, die geschäftig ihren Morgentätigkeiten nachgehen. Morgens, gegen 7 Uhr beginnt die Hauptreisezeit, der Bahnhof ist gut ausgelastet. Ständig fahren Züge ein und aus. Hier kann man sie noch hören, die Geräusche die entstehen, wenn die Räder über die Schienenstöße fahren. Genaugenommen sind das hier im Gleisvorfeld keine Schienenstöße, über die ein Zug fährt, sondern es sind die Herzstücke der Weichen, bei denen der Rollweg der Räder auf der Schiene kurz unterbrochen ist. Aber das Geräusch erinnert eben an die Zeit, als die Geleise noch aus zusammengelaschten Schienenstücken gebildet wurden. Vor 45 Jahren, Sommerhitze flimmert über den Campagiafeldern, ich sitze in einem langen D-Zug der italienischen Eisenbahn mit 20 Waggons, alle Fenster sind offen, jedes Abteil hat acht Sitze und ist voll besetzt, es gibt jede Menge Gepäck, oder, besser gesagt, Fracht und dazu das Tak-Tak -- Tak-Tak der Räder über den Schienenstößen. Was geht einem da durch den Kopf, da vorn, ganz am Beginn des Bahnsteigs. Nicht viel, denn wenn man begonnen hat, Klänge aufzunehmen, erfordert das Konzentration. Draußen nehme ich fast immer mit Kopfhörer auf, um die Umwelt so zu hören, wie sie gerade aufgenommen wird. Es sollen nämlich keine Geräusche aufgenommen werden, die vom Halten des Aufnahmegeräts oder vom Rascheln der Kleidung herühren. Und da ist vor allem das Problem der Luftbewegung, des Windes. Er muss so weit wie möglich abgeschirmt werden, entweder durch das Ausnutzen der bauliche Besonderheiten oder, wie beim Bahnsteig, durch den eigenen Körper. Außerdem entsteht bei der Verwendung von Kopfhörern ein akustischer Lupeneffekt (oder besser ausgedrückt - ein akustisches Tele), man hört also plötzlich Dinge, die man vorher nicht oder nicht deutlich hörte. So ist man beschäftigt und die Zeit vergeht, schließlich muss man die Aufnahme beenden um rechtzeitig an der Stelle sein, wo der Zug halten wird. Nun ist es 7:35 und die RB aus Ulm fährt ein, zur Weiterfahrt nach Neckarsulm um 7:45, also gehe ich zur Waggontür und beeile mich, um mir einen guten Platz zu sichern.

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Waldrapp, Januar 16  23:10
Mein Vorhaben an diesem Tag war, eine dokumentarische Aufnahme eines Tierlauts zu erstellen. Im speziellen Fall waren dies die Laute des Waldrapps, einem früher auch bei uns heimischen Ibisvogels. Dabei entstand die Idee, auch andere Tiere aufzunehmen, und nicht nur die gewohnten Laute dieser Tiere, sondern die allgemeinen Lebensäußerungen, wie Atemgeräusche, Schritte, Geräusche bei der Fell- oder Hautpflege.
Doch im Nachhinein waren diese Geräusche kaum zu hören oder derart unspezifisch, dass sie mit allem möglichen in Verbindung zu bringen waren und keinesfalls auf die Entstehung des Geräusches Rückschlüsse bieten konnten. So bleibt mir, bis auf die deutlich zu hörenden Laute von Vögeln, Affen, Seelöwen und Kindern nur die Beteuerung, dass vor meinem Mikrophon tatsächlich Tiger und Leoparden, Elefanten und Irbisse, Nilpferde und Nashörner waren, - nur akustisch abbilden ließen sie sich eben nicht.
Die tiefen Klänge, die immer wieder zu hören sind, entstammen nicht von einem tiefen Blasinstrument (wie man meinen könnte) sondern sind Bearbeitungen des Rufes einer Gans, die am Anfang des Stückes zu hören ist. So ähnlich sind sich also die Klänge eines Vogels und eines Musikinstrumentes.
Und übrigens, der Ruf des Waldrapps, er ist hier noch einmal zu hören, dreimal und achtmal.

Die Klavierklänge habe ich in Anlehnung an Soundtracks von Filmen eingesetzt, dort kann man den Einsatz von Klavierklängen oft hören; ich habe allerdings mit der Virtuosität  ziemlich gespart.

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November 15   18:12
Ich bin fasziniert von den Klängen tiefer Holzblasinstrumente, also auch von denen des Kontrafagotts. An virtuosem Spiel darauf bin ich nicht so sehr interessiert, aber an ungewöhnlichen Klangverbindungen.
Und da war noch dieser Mann im Zug, er nervte, denn er konnte es nicht lassen, im Zug laut zu telefonieren. Aber ich fand den Klang seiner Sprache interessant.
So machte ich "aus der Not eine Tugend" und nahm sein Gespräch im öffentlichen Raum auf. So ist er  nun hier zu hören - I can tell you, my friend.

 

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Feb15_1_B   18:12
Beschreibung eines Raumes,einer Fertigungshalle, einer Industriehalle mit einem Klangteppich aus Loops verschiedener technischer Geräusche. Darin eingebettet sind Einzelgeräusche wie von hantierenden Menschen und auch Klänge, die hier nicht herzugehören scheinen. Dazu erklingt zunächst Perkussion, dann entwickeln sich Klänge einer Bassklarinette, im 2. Satz sind wir plötzlich auf der Straße unter Migranten. Trotz eines deutlichen zeitlichen Verlaufs wird in dem Stück nichts erzählt.

 

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Okt15 15:04
Doppelrohrblattinstrumente
Eine Einfachstoboe (vierkantiges, sich erweiterndes Holzrohr mit Oboenmundstück) und Klänge eines Kontrafagotts verbinden sich mit Perkussion, Maschinengeräuschen und Stimmengewirr.

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Jan15_bearb 24:22
Klänge veränden sich mit der Bewegung der Zuhörers, hier ist das nachgebildet, Klanggebilde gehen ineinander über. Im zweitenTeil erklingt ein Kunststoffrohr, das mit einem Saxophonmundstück angeblasen wird, dazu kontrastiert ein digitaler Rhythmus.

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Sep_Rohr_Dez14 38:22
Ein dreisätziges Stück
Eine Landschaft, - im Hindurchgehen begegnet man verschiedenen Klangeindrücken, vielen Klanggestalten, es klingt, als würden sie kommen und gehen, in Wirklichkeit bewegt man sich selbst an den Klängen vorbei, hier im Stück natürlich nicht - da kommen und gehen die Klänge.
Der zweite Satz - eine völlig andere Klangwelt - zeigt die Auseinandersetzung mit den Klängen, die entstehen, wenn man ein einfaches Kunststoffrohr mit einem Saxophonmundstück verbindet. Alles ist statisch, eine Pause auf dem Weg; gleichzeitig, als Beschäftigung, die Arbeit, dem Kunststoffrohr Töne zu entlocken. An die Herkunft des Halls kann ich mich nicht mehr erinnern, ob er dem Hallraum des langen Korridors vor unserem Atelier entstammt oder ob er digital hinzugemischt wurde, das weiß ich nicht mehr.
Satz 3 arbeitet mit Rhythmen, die entstehen, wenn man Teile von Audio-Aufnahmen an geeigneter Stelle loopt, will heißen, digital wiederholt. Elemente des ersten Satzes tauchen wieder auf, sie sind jetzt rhythmisch eingebunden oder kommentiert. Die Bewegungen des ersten Satzes gehen über in ein Verweilen mit Trommeln.

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